„Auf vielen Social-Media-Accounts wirkt Windelfrei oft recht dogmatisch, so nach dem Motto ‚ganz oder gar nicht‘. Ich glaube, das kann für manche Eltern ganz schön abschreckend und einschüchternd wirken. Auch ich hatte leider bei meinem ersten Kind Vorurteile, die mich davon abgehalten haben, es auszuprobieren. Deswegen hier ein Plädoyer für ein unperfektes Teilzeit Windelfrei, ohne Ausrüstung, dafür einfach mal machen und schauen, was passiert!
Vor der Geburt meiner Tochter habe ich mich ein bisschen mehr mit dem Thema beschäftigt. Einige Infos hatte ich schon aus Podcasts und Büchern, bei der Internetrecherche, wie das Abhalten denn ganz konkret funktioniert, bin ich dann auf windelfreibaby.de gestoßen. Und habe beschlossen, wir probieren das einfach mal aus! Ich hatte mir vorgenommen, erst einmal in Ruhe im Wochenbett anzukommen, aber letztendlich hat die kleine Maus selber entschieden, dass es ab Geburt losgehen soll: Sie hat beim Windelnwechseln grundsätzlich ausgeschieden. Das wurde dann unsere Standardabhaltesituation, am Anfang mit Töpfchen am Wickeltisch. Seit ich sicherer beim Halten bin, gehen wir dafür über das Waschbecken, und seit Beikoststart halten wir direkt über der Toilette ab.
In unserem stressigen Alltag ist leider nicht jeden Tag Zeit und Gelegenheit, regelmäßig abzuhalten. Aber es ist das Allererste, was wir in der Früh nach dem Aufwachen machen, da wartet die Maus schon richtig darauf. Und es ist auch das letzte, das wir abends machen, bevor es ins Bett geht. Und tagsüber einfach immer dann, wenn es passt, sonst geht’s halt in die (Wegwerf-) Windel.
Die ersten sechs Monate haben wir auch gar keine ‚Ausrüstung‘ gehabt, außer dem Töpfchen. Aber nachdem es so toll funktioniert und Spaß macht, werde ich uns wohl demnächst ein paar Abhaltewindeln und -hosen gönnen. Und ich bin sehr gespannt, wohin uns unsre Windelfrei Reise noch führen wird!“
Um Windelfrei zu praktizieren, braucht es keine Perfektion. Wie Julia in ihrem Erfahrungsbericht schreibt, kann man auch ohne Ausrüstung einfach starten. Man muss weder alles auffangen, noch auf Windeln verzichten. Windelfrei darf sich immer an die eigenen Routinen anpassen.
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