Windelfrei bedeutet, seinem Kind anzubieten, auch außerhalb einer Windel ausscheiden zu können. So wie ein Neugeborenes Bedürfnisse wie z.B. Hunger signalisiert, zeigt es, wenn es muss. Wie auch im Tierreich versucht es, sich und andere nicht mit seinen Ausscheidungen zu beschmutzen. Dieses Verhalten und die Kontrolle seines Schließmuskels sind angeboren und müssen nicht erlernt werden.
Lies hier, wie dein Kind und du vom Abhalten profitiert bzw. welche Vorteile Windelfrei hat:
Stärkung der Kommunikation und Beziehung zwischen Eltern und Kind
Durchschnittlich weniger Koliken und Verstopfungsprobleme
Verringertes Risiko von Harnwegserkrankungen
Stärkung des kindlichen Körpergefühls und erste Erfolgserlebnisse
Schnelles Erkennen von möglichen Krankheiten durch die offen sichtbaren Ausscheidungen
Reduzieren von Müll
Deutlich geringere Kosten
Vorbeugen von Windeldermatitis
Keine stinkenden Windelmülleimer
Meist kein späteres Wiedererlernen bzw. Sauberkeitstraining nötig

Ein Vorteil: Windelfrei stärkt die Bindung
Erfahre hier, wie du konkret dein Baby abhalten kannst. Darauf kommt es bei Windelfrei an:
Starte jederzeit mit Windelfrei!
Achte beim Abhalten auf eine angenehme Umgebung (warm, ruhig, entspannt, nicht zu hell)
Finde die passende Abhalteposition für euch!
Kombiniere das Stillen/Flaschegeben mit dem Abhalten
Verwende ein praktisches Abhaltegefäß
Verwende von Anfang an einen Schlüssellaut
Halte ab in Standardsituationen, wenn dein Baby signalisiert oder intuitiv
Erleichtere dir das Abhalten mit der passenden Abhalteausstattung, wie z.B. mit Abhaltetöpfchen und Windelfrei Kleidung
Denke daran: Windelfrei ist kein Wettbewerb, kein Alles-oder-nichts, sondern ein Angebot
Nimm die Bedürfnisse deines Babys an und bleib immer entspannt 🙂
Es wird immer wieder vorkommen, dass dein Baby Windelfrei verweigert. Vielleicht stimmen die Bedingungen nicht (siehe oben) oder ihr steckt gerade in einem „Abhaltestreik“. Gerade wenn dein Baby die Welt entdeckt, es einen Schub macht, bleibt wenig Zeit für Ausscheidungskommunikation. Einige Tipps und Tricks können schon ein Gamechanger sein. So oder so gilt aber immer: Ohne Druck – alles kann, nichts muss!
Wie wunderbar ist es eigentlich, dass unser Baby selbst sein Ausscheidebedürfnis mit uns kommunizieren kann? Windelfrei ist im besten Fall immer intuitiv, selbstbestimmt, entspannt, empathisch und liebevoll. Wir können so viel von Kindern lernen. Wenn wir bereit sind, loszulassen, uns von gesellschaftlichen Idealen und Normen zu lösen. Wenn wir auf unser Herz und auf unser Bauchgefühl hören. Nicht immer ist es möglich, Windelfrei unter optimalen Bedingungen, wie mit genügend Zeit und Geduld, zu praktizieren. Es ist auch absolut in Ordnung, dann bewusst eine Abhaltepause einzulegen. Auch hier ist es wieder wichtig, dies dem Kind zu kommunizieren. Nur wenn es uns selbst gut geht und wir genügend Energie getankt haben, können wir auch für unser Kind die beste Version von uns selbst sein. Und deshalb dürfen wir Wettbewerbsgedanken, Vergleiche, feste Vorsätze und anderes, das uns unter Druck setzt, auch getrost vergessen!
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