Tinas Windelfrei Weg hat mit ihrem ersten Kind begonnen, da war es zwei Monate alt. Heute ist sie dreifache Mama und hat alle ihre Kinder abgehalten. Ihr jüngstes Kind ist mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen. Welchen Unterschied das bei Windelfrei machte, davon berichtet Tina in ihrem Erfahrungsbericht.
„Wir haben uns schon in der ersten Schwangerschaft mit dem Thema Windelfrei auseinandergesetzt und waren bei einem Workshop. In der ersten Zeit mit Neugeborenem war uns das alles erst einmal zu viel. Wir haben erst mit etwa zwei Monaten mit dem Abhalten angefangen, eigentlich hauptsächlich nach dem Schlafen oder Stillen, also weit weg von dem gängigen Bild von Windelfrei. Den Begriff Windelfrei finde ich sowieso etwas irreführend. Wir haben auch nur ein paar Monate Stoffwindeln genutzt, das hat für uns nicht so gut funktioniert. So haben wir es bei dem zweiten Kind auch gemacht und beide waren mit etwa einem Jahr und neun Monaten komplett trocken.
Unser drittes Kind kam mit dem Down-Syndrom zur Welt. Durch eine häufig andere Körperwahrnehmung fällt es Kindern mit Down-Syndrom oft schwerer trocken zu werden. Wir haben bei ihm einfach alles gemacht wie bei den anderen beiden, also abgehalten nach dem Schlafen, nach dem Stillen oder wenn wir gemerkt haben, dass er muss. So hatten wir nach etwa einem Jahr nur noch Pipi in der Windel, bei den anderen beiden war das etwa drei bis vier Monate früher der Fall. Mit etwa einem Jahr und neun Monaten hat es mit dem Anzeigen immer besser geklappt, es hat dann aber noch etwa weitere acht Monate gedauert und viel Geduld erfordert, bis er keine Windeln mehr gebraucht hat. Konsistenz hat dazu geführt, dass er mit etwa zwei Jahren und fünf Monaten trocken war. Es hat einfach alles etwas länger gedauert.“

Tinas Sohn zeigt: Auch Kinder mit Down-Syndrom nehmen ihr Ausscheidungsbedürfnis wahr, Bild: (c) Karolina Krausser
Für diesen Windelfrei Erfahrungsbericht hat Bloggerin Tina von dreifach-schoen über ihre persönlichen Erfahrungen gesprochen. Wie bunt und bereichernd ein Leben mit Down-Syndrom sein kann, das zeigt die dreifache Mama übrigens auf ihrem Instagram-Account.
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